Funky Longboard-Rennen in der Garage

Ich verlasse BART (die Metro in SF) und suche den Eingang der Garage, in der heute Nacht ein Longboard Rennen stattfinden soll. Ich verhalte mich unauffällig, um nicht die falschen Leute auf mich aufmerksam zu machen. Von weiten sehe ich zwei Menschen, die Longboards tragen und grade in den Fahrstuhl einsteigen. Ich laufe hinterher, drücke auf Knopf Stockwerk 7 und der Fahrstuhl rattert sich nach oben.

Als sich die Fahrstuhltür öffnet, eröffnet sich die Party über den Dächern der Stadt. An einigen Autos stehen Grüppchen von Leuten, die sich Schützer über die Knie und Longboards aus dem Kofferraum ziehen. Neben der Abfahrt in die nächste Ebene steht ein Tisch, auf dem sich Rollen, Sticker und Shirts stapeln, Stuff vom Organisator Polyboards. Ja, das sieht ganz nach Contest aus.

Ich suche Carly, die mich heute eingeladen hat. Die einzige Longboarderin, die ich hier getroffen habe. Jetzt, kurz bevor ich wieder abreise, bekomme ich wenigstens noch einmal einen Geschmack von Underground Downhill Action in California. Ich komme mit Jamie und Julia ins Gespräch, die sich grade auf die Abfahrt vorbereiten. „Unsere Mädelsgruppe schrumpft“, sagt Jamie, „warum wissen wir auch nicht.“ Fünf Frauen sind heute da bei. „Bei so einem kleinen Event sind das aber ziemlich viele.“ Als Carly dazu kommt, ergänzt sie: „Wir haben versucht, ihnen das beizubringen, aber du fliegst beim Downhill nun mal auf die Schnauze, das schreckt viele ab.“

Dann werden alle zusammen getrommelt. Die Regeln werden verkündet:

1. Helm und Handschuhe sind Pflicht
2. Kein Körperkontakt
3. So schnell wie möglich vom 7. in den 1. Stock kommen
4. Adrenalin genießen

Es geht los. Fünfergruppen schießen die Abfahrt runter und verschwinden in der Kurve. Wer gewonnen hat, erfahren wir über’s Walki Talki. Die Sieger der Gruppen treten in der nächsten Runde gegeneinander an, bis ein Sieger oder Siegerin feststeht.

Ich wundere mich, dass diese Garage keine Überwachungskamera oder Security hat (wo doch hier sonst alles überwacht ist). Doch alles läuft rund. Mich kribbelt’s nur in den Beinen, auch runterzufahren, aber ich habe weder Longboard noch Handschuhe dabei. Abgesehen davon habe ich mit Downhill gar keine Erfahrung. Aber jetzt defininitiv Bock drauf! Zum Glück gibt’s in Berlin ja immerhin einen Berg… Von Garagenrennen hab ich bisher jedoch noch nichts gehört…wär aber ’ne feine Sache!

So sah’s oben aus.

Und hier seid ihr mitten im Rennen:


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