Mit dem eigenen Auto die Westküste entlang – Tag 3

Westküste

Ich bin ein großer Fan von Survival. In der dritten Nacht fordere ich es nun doch noch heraus, im Auto zu schlafen. Ich bin bis Santa Cruz gekommen, habe endlich Zeit zum Reflektieren gefunden und keine Lust auf Menschen in Cafés und auf Geld für Unterkunft ausgeben. Ich wollte, dass es auch so geht.

Ich google einen Skatepark, weil ich mich in dessen Nähe wohl fühle. Gelandet bin ich letztendlich auf einem Parkplatz eines Surfermuseums. Das fand ich nicht schlecht, außerdem waren da ein paar junge Hippies mit Trommel und Feuerstäben. Mir ist nicht nach Socializing, außerdem will ich das noch warme Auto nutzen. Als ich wieder aufwache, sind alle weg und es ist verdammt kalt. Ich will eine Runde mit dem Auto drehen, um warm zu werden, fahre aber gegen eine verschlossene Schranke und komme nicht raus. Also ergebe ich mich und bastel mir aus Zeitungspapier und Gaffer eine Decke. Das hält zumindest ein bisschen warm. Weil ich eh nicht mehr fahren kann, öffne ich auch die Flasche Wein für besondere Momente.

Die Sehnsucht, einen ausgebauten Van zu fahren, kein Zeitdruck, kein Stress, einen Schlafplatz zu finden, wird wieder einmal sehr stark. Ich habe den Tag in wunderschöner Landschaft verbracht und wäre am liebsten an jedem Strand und jedem freien Stück Küste angehalten, um stundenlang in die Ferne zu starren.

Westküste

Westküste

Ich wäre auch gerne noch länger am Skatepark in San Luis Opisbo geblieben, um mit Cheyne von gestern zu skaten. Unter den Kindern und Jugendlichen habe ich mich etwas einsam gefühlt. Das einzige Mädchen auf dem Park ist Roller gefahren und auf dem Platz nebenan haben drei Frauen auf Rollschuhen Piroetten gedreht. Immerhin hat mir der einzige erwachsene Skater gesagt, dass ab und zu auch auch Mädels auf dem Park sind. Das macht Hoffnung.

Zu reisen, war immer wichtig für mich. Aber erst das Skateboarding hat meinen Reisen ein Ziel und eine Bedeutung gegeben. Ich bin dankbar, die Welt auf meinem Skateboard zu erkunden. Und das ist etwas für jedes Geschlecht, das ist kein Jungsding.


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