„Beim Skateboarding trifft man Menschen mit Träumen“

Skateboarderin Kathi auf dem Tempelhofer Feld
Kathi, 34, Berlin

„Als ich vor dreieinhalb Jahren nach Berlin in die Nähe des Tempelhofer Felds gezogen bin, fand ich es überwältigend. So viele Sportarten auf einem Fleck. Ich habe mich gefühlt wie in Kalifornien am Strand. Das Feld gibt mir ein Gefühl von Freiheit und Lebendigkeit – so könnte ich auch das Fahren auf dem Board beschreiben. Ich habe auf dem Feld andere mit Ihrem Longboard beobachtet und mir daraufhin selbst eins gekauft. Kurz danach habe ich mich ein paar Gruppen angeschlossen und wir sind mit unseren Boards durch die Gegend gecruised. Auch nachts auf den leeren Straßen am Brandenburger Tor. Ich fand es super, mit Leuten zusammen zu sein, die das selbe wollten wie ich. Oder auch alleine mit Musik auf den Ohren, um den Kopf frei zu kriegen.

Später bin ich mit dem Longboard in den Skatepark. Aber weil man damit in einem Skatepark nicht viel reißen kann, bin ich vor kurzem zu einem Skateboard übergewechselt.

Skateboarderin Kathi auf dem Tempelhofer Feld

Ich mochte es schon immer, an meine Grenzen zu gehen und dafür ist Skateboarden ein guter Sport. Jeder Muskel wird dabei trainiert, ohne dass man die Anstrengung wirklich bemerkt. Mir hat schon lange die ganze Szene gefallen, weil die meisten Leute ziemlich entspannt sind. Skateplätze sind wie kleine Spielwiesen und jeder ist für sich anders und einzigartig. Das gefällt mir. Man kann sich ständig neu herausfordern. Außerdem lernt man immer neue Menschen kennen, die meist genauso ticken wie man selbst. Beim Skateboarding trifft man Menschen mit Träumen, die nach vorne schauen und nicht zurück und mit denen man über das Leben in ihrer schönsten Weise philosophieren kann. Dazu gibt’s Bier aus der Dose – das ist mir persönlich lieber als in irgendeiner Bar zu sitzen.

Anderen würde ich empfehlen probiert es aus. Habt den Mut, euch anderen anzuschließen und einfach mal mitzumachen. Skateboarderinnen sind nicht die „typischen Mädchen“ mit denen es kompliziert ist, denn irgendwie sind sie alle auch halbe Jungs und dadurch sehr easy und entspannt. Zusammen macht es eben doch mehr Spaß und der Rest kommt dann ganz von allein. Ich stehe selbst noch ganz am Anfang … aber da war doch was mit dem Träumen und mutig sein..?“

 


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