Skatetrip zu den X-Games nach Oslo

Heute Mittag steige ich in den Flieger, um für drei Tage in Oslo die X-Games zu besuchen. Ich bin zwar erst seit zwei Wochen zurück aus den USA … so richtig realisiert habe ich das noch nicht … aber das Reisefieber hat mich wieder gepackt. Das Adrenalin, wenn ich auf den „jetzt Buchen“-Button klicke, fühlt sich einfach zu gut an. Die Entscheidung für Oslo kam so spontan (nachts, spaßeshalber Flug suchen, alle jetzt-will-ich-aber-sparen-Vorsätze über Bo(a)rd werfen), so dass ich kaum Zeit hatte, zu recherchieren. Angefangen haben die X-Games nämlich schon gestern und die Tickets für die Skate Finals sind ausverkauft. Aber egal, ich probiere es trotzdem…

Skatedate mit den Pros

X-Games Flyer

Mit Glück komme ich heute Abend noch zu den Finals der Frauen. Weil Pro-Skaterinnen und Zuschauerinnen auf dem Contest normalerweise kaum in Kontakt kommen, wurden am nächsten Tag eine Girlz Skate Session mit Workshops und eine Party von der Media Agentur Mahfia organisiert. Mahfia supportet Frauen im Action Sport; die Gründerin Kim Woozy habe ich in Kalifornien getroffen, absolut engagierte Frau (das Interview folgt bald). Bei der Party werden außerdem der Skatefilm Days like these von Jenna Selby und der Trailer von Quit your day job gezeigt. Ich finde, das ist eine super Idee, weil ich glaube, dass das die Community mehr zusammen bringt!

Gerechtigkeit für Frauen und Männer bei den X-Games

Übrigens war es ein langer Kampf, dass Frauen und Männer auf den X-Games gleich behandelt werden. Frauen haben bis 2008 wesentlich weniger Preisgeld als Männer bekommen, durften nur zu Zeiten skaten, zu denen es kaum jemanden interessierte (früh, wenn alles schlief) und sie waren kaum in den Medien präsent. Für die Teilnahme haben sie Reisekosten und hohes Verletzungsrisiko auf sich genommen, wurden aber so gut wie nicht beachtet und gewürdigt. Deshalb hat sich 2006 die WSA – The Women’s Skateboarding Alliance gegründet, die sich für gleiches Preisgeld und mehr Aufmerksamkeit für Skaterinnen bei Contests einsetzt. The Alliance konnte die Veranstalter der X-Games überzeugen, das Preisgeld an das der Männer anzugleichen und die Skatesessions präsenter in den Medien zu machen. Was die Alliance da geschafft hat, ist echt groß!

Ich werde von Oslo berichten, sobald es Neues gibt…

 


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