Warum die X-Games ein gutes Beispiel für Skateboardcontests sind

Am letzten Wochenende bin ich nach Oslo geflogen, um mir die X-Games im Skateboarding anzusehen. Als ich ankomme, fahre ich sofort zu der Halle, in denen der Contest stattfindet. Leticia Bufoni läuft an mir vorbei und ich versuche cool zu bleiben. Doch, es ist schon ziemlich aufregend, Skaterinnen zu begegnen, die ich sonst nur aus Videos und Interviews kenne!

Nach den Qualifikationen von Skatern und Skaterinnen schließt sich sofort das Finale an. Zuerst sind die Frauen dran, zuletzt die Männer. Durch diese Reihenfolge bleibt die Halle voll, auch während die Frauen fahren. Auf der offiziellen Seite der X-Games Oslo erscheinen später die Videos der Gewinnerinnen: Pamela Rosa holt sich Gold, Lacey Baker Silber und Vanessa Torres Bronze. Die Siegerehrung läuft genauso ab, zuerst die Frauen, dann die Männer. Um beide reißen sich die Fotograf_innen.

In den Tricktips-Videos auf der X-Games-Seite sind Frauen nicht präsent, obwohl ihr Level auf dem Contest wirklich gut war. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber ich hätte gedacht, auf dem bekanntesten Skateboardcontest noch besseres Skateboarding unter den Männern zu erleben. Ich habe den Unterschied im Niveau als nicht soo groß wahrgenommen. Dass Skaterinnen und Skater auf den X-Games gleiche Aufmerksamkeit bekommen, war nicht immer so. Das wurde aber dank der Women’s Skateboarding Alliance – wie ich hier beschrieben habe – verbessert.

All-Girlz-Skatessession am nächsten Tag

Irritierend finde ich, wie schnell die X-Games vorbei sind. Nachdem alle ihre Medaillen bekommen haben, leert sich die Halle sofort. Was hätte auch passieren sollen? Genau aus diesem Grund haben Mahfia und die Organisation Jentaskate am nächsten Tag eine Skatesession mit den Pros geplant. Das hat viele Mädchen und Frauen angezogen und tatsächlich gab es die Möglichkeit mit Vanessa Torres, Lacey Baker, Candy Jacobs, Alana Smith, Alexis Sablone, Julia Brückler und Evelin Boulliart zu skaten. Im Nachhinein ärgere ich mich etwas, nicht ein paar Interviews geführt zu haben. Aber es war auch gut, einfach mal die Session zu genießen.

Nach einer heißen Dusche gehen wir noch auf eine Party, die ebenfalls im Zuge der X-Games von und für Skaterinnen organisiert wurde. Nachdem allerdings die Skatefilme gezeigt wurden, mischen sich schnell die Gäste, die normalerweise in die Location kommen, unter die anderen. Leider verschwindet das Skatefeeling dadurch plötzlich.

Im Großen und Ganzen, das Konzept war super! Skateboardcontest – Skatession – Party. Skaterinnen waren nicht nur ein Randelement, sondern standen im Mittelpunkt.

(last 6 photos of second gallery: © Lorenza Walker http://lorenzawalker.com/)


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